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Zu Gast auf dem Oldtimerfest Münsingen, Mai 2011













Dixieland auf dem Mössinger Weihnachtsmarkt, Dezember 2008














Die Stompers im November 2008
(Aufnahme:
Klaus Franke)






GSG-Spezialeinheit im Einsatz (Göhner erster von links - Steimle dritter von links - Göhner zweiter von links beziehungsweise Göhner zweiter von rechts - Steimle  erster von rechts -Göhner dritter von rechts), Juni 2008.











Filmhits gehören mit zu unserem Repertoire. Hier ein Ausflug in die Kinowelt der Dreißiger Jahre (2008).














Bei einem Auftritt im Mössinger Restaurant "Delicasa" (2007).









Die Opernparodie "Carmen" bei der Frühjahrsfeier des Musikvereins Nehren (2006). Hierzu mussten wir sogar Noten lesen - teilweise auswendig und verkehrt herum auf dem Kopf stehend.













In der Mössinger Museumsscheune "Ofenloch" bei einer privaten Feier (2006). Die Herren gehören nicht zum Inventar.










Spontane Dixieland-Beschallung beim Feuerwehrstand am Mössinger Bürgertreff: "Tatü-Tata, die Steinlach Stompers sind da!" Einer unserer ersten Auftritte (2004).  


Auszüge aus einem Artikel im Schwäbischen Tagblatt vom 02.12.2008
(Autor Jürgen Jonas):

Unterwegs in Sachen Dixie
Die „Steinlach Stompers“ treten auf, wo immer es Spaß macht

Ein Schaufelraddampfer im Logo, eine Menge Musik im Schlepptau. Die „Steinlach Stompers“ sind in Sachen Dixieland unterwegs, schippern auf dem Strom der Jazztradition und blasen Swing in die Segel.

Strohhüte, weiße Hemden, schwarze Westen. Das ist die Arbeitskleidung der Musikanten, die unter dem Namen „Steinlach Stompers“ landauf, landab Musik machen, in klassischer Dixieland-Besetzung. Stompers, das sind nämlich nicht etwa kleinwüchsige Bewohner der Gegend zwischen Tübingen und Hechingen. Das Wort hat es in sich. „to stomp“ heißt stampfen, ein stampfender Rhythmus prägte den Hot Jazz der 20er-Jahre, etliche Musikgruppen mit dem Stomper-Namen hat es gegeben. Und das Wort erinnert an das Geräusch eines Schaufelraddampfers.

„Steinlach Stompers Dixieland Jazz Band“ heißen sie offiziell. Freilich, allzu förmlich geht es bei den Stompers nicht zu. Da hat schon ihre Art, Musik zu machen, zu sehr abgefärbt. Improvisation ist angesagt, wenn sie zusammenkommen. Ein enges Korsett lassen sie sich nicht anlegen. Dienstags gehen sie zur Probe des Musikvereins Nehren, donnerstags treffen sie sich als „Stompers“ in der Backstube des Bürgerhauses. Im „Schmelztiegel Nehren“, wo sich unter Schwaben auch ein Nordhesse und ein Dresdner mischt.

Thomas Steimle, 38 Jahre, Diplomverwaltungswirt, spielt die Posaune. Er beschafft auch Musikstücke. Die Trompete handhabt Herbert „Gigi“ Göhner, Frührentner krankheitsbedingt. Er hat jahrzehntelang Tanzmusik gemacht, im Steinlachtal und darüber hinaus. Der Mann am Klavier, Gerhard Göhner, ist mit 71 Jahren der älteste. Jürgen Trabitzsch, Haustechniker in Mössingen, stammt aus Dresden, wo es, wie er sagt, eine Jahrzehnte alte Dixieland-Tradition gibt. Matthäus Pfeiffer, in Altersteilzeit, bedient die Tuba. Er war lange Jahre, von 1981 bis 1995, Dirigent des Musikvereins.

Überhaupt gilt: Stümper sind die Stomper nicht. Virtuoser Umgang mit den Instrumenten, hohe Musikalität, das vereint sie, „jeder hat seine Stärken, die zu einem Ganzen werden sollen“. Aber großes Brimborium wird nicht gemacht: „Wille und Talent sind erforderlich, der Rest ist Übung“. Der Ofterdinger Axel Fischer, Jurist, spielt Banjo, Liane Haug, Schulkameradin Steimles, Klarinette und Saxophon. Sie arbeitet als Musiklehrerin in Albstadt. Die einzige der Gruppe mit klassischer Musikausbildung, „eine besondere Verstärkung für uns“.

Das Repertoire lässt sich als „beinahe unerschöpflich“ umschreiben, über 200 Titel bringen sie zusammen, einige Gesangsstücke inbegriffen. Den jeweiligen Publikumsgeschmack nicht zu treffen, würde ihnen schwerfallen, es sei denn, im Publikum säßen nur absolute Wagner-Opernfans oder eingeschworene Heavy-Metal-Herrschaften. Aber auch da wäre es fraglich, ob sie nicht Wohlgefallen erregten, falls man bereit wäre, die Ohren aufzutun.

Auf Anfrage stellen sie auch Auftritte für spezielle Gelegenheiten zusammen, ganz auf die Wünsche des Veranstalters zugeschnitten. Egal, ob vor großem Publikum oder wenigen Menschen, ob draußen oder drinnen. „Fünf müssen beim Auftritt dabei sein, dann geht alles gut“, sagt Steimle.

Vielseitig, flexibel, ausgefeilt – so bringen sie populäre Dixieland-Titel, Swing-Standards, New-Orleans-Klassiker, Original-Arrangements von Gruppen wie den „Jelly Roll Morton's Red Hot Peppers“, Tonfilmschlager wie „Die Männer sind schon die Liebe wert“ und „natürlich alte Gassenhauer“. Etwa den Tiger Rag. Speziell im Angebot ist Skurriles wie „Hotcha Cornia“ von Spike Jones oder auch Parodistisches, wie ein eigenes Arrangement der Ouvertüre zu „Carmen von Schorsch Bidet“.

Ihren ersten Auftritt unter dem „Stomper“-Namen hatten sie Ende März 2004, bei der Frühjahrsfeier des Musikvereins Nehren. Seither spielten sie bei zahlreichen Gelegenheiten, bei Firmen und Parteien, bei der Gute-Nacht-Geschichte des TAGBLATTs und bei privaten Festlichkeiten. Auch ein Kulturfrühstück in der Mössinger Kulturscheune haben sie bestritten. Und die „Kulturkuriosa der Nehrener Vhs wesentlich bereichert. „Wir spielen da, wo es Spaß macht“, sagt Pfeiffer. Und alle nicken.

Typisch Stompers "Jo do, jo do, jo do wo dia Schtoilach fließt. Jo do, jo do, jo do isch des Paradies. Kirschegoischt und Fachwerkheiser alt und schee, Schtoilach Stompers, dicke Oich und no viel mee. Des isch Naihre, jo und do send mir dahoim." Musik im Original „Ja Da": Bob Carleton, Text: Matthäus Pfeiffer



 
   
   
   
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